Kantonale Vernehmlassung:
Grundangebot des öffentlichen Verkehrs 2016 – 2019

Moderne Volkswirtschaften sind ohne gut ausgebaute Verkehrsinfrastrukturen undenkbar. Ein rascher und zuverlässiger öffentlicher Personen- und Gütertransport ist, ebenso wie eine funktionierende Infrastruktur bei der Telekommunikation und eine ausreichende und sichere Energieversorgung, ein wichtiger Standortfaktor.

Aufgrund der Kostenstrukturen im öffentlichen Verkehr könnten nur radikale Angebotsreduktionen eine wesentliche Aufwandreduktion bringen. Diese hätten jedoch gravierende negative Auswirkungen auf die gesamte Bevölkerung, insbesondere mit unserer sehr hohen Anzahl von Pendlern. Weil bereits heute wichtige Schwyzer Strassen in den Spitzenzeiten ihre Kapazitätsgrenzen erreicht haben, würde eine Reduktion des Grundangebots des öffentlichen Verkehrs zu weiteren Verlagerungen von der Schiene auf die Strasse führen. Dabei sind massive Produktivitätsverluste und Mehrkosten unserer Wirtschaft zu befürchten.

Sparvariante Radikal

Diese Szenario ist in der Tat radikal und setzt in seiner einseitigen Kostenfokussierung die Qualität des gesamten öffentlichen Verkehrs im Kanton Schwyz aufs Spiel. Denn die Transportketten im öffentlichen Verkehr sind nur so stark wie das schwächste Glied in der Kette. Bricht dieses schwächste Glied vollständig weg, taugt auf gewissen Relationen auch ein zufriedenstellendes Angebot auf den übrigen Linien nichts mehr. Das Szenario "radikal" hätte somit gravierende Auswirkungen aufs Gesamtsystem, die im Moment noch kaum beziffert werden können.

Die Sparvariante Radikal führt beim öffentlichen Verkehr zu massiven Mehrausgaben für die Gemeinden. Dies, da der Anschluss einer Gemeinde an den öffentlichen Verkehr nicht einfach ersatzlos gestrichen werden kann, ohne zugleich der Standortattraktivität der Gemeinde zu schaden (Erreichbarkeit, Schülertransporte, Pendler, Tourismus).

Ganze Talschaften und Landstriche würden ihre Anbindung an den öffentlichen Verkehr verlieren. Werden ganze Linien gestrichen, würden zwar der Kanton und der Bund sparen, nicht aber die betroffenen Gemeinden und Bezirke, da diese zum Beispiel Schülertransporte vollkommen in Eigenregie zu bezahlen hätten. Dies wäre kein Sparbeitrag, sondern lediglich ein Abwälzen der Kosten auf Gemeinden und Bezirke, noch dazu ginge der Bundesbeitrag verloren, was letztlich kontraproduktiv wäre: ein klassisches Eigentor!

Stellungnahme VCS Schwyz

  • Stellungnahme ÖV Grundangebot 2016 bis 2019 und Sparvarianten
  • Stellungnahme Entlastungsprogramm vom 30.01.2014

Vernehmlassung Unterlagen Kanton

  • Einladung zur Vernehmlassung, Anschreiben vom 29.August 2014
  • Grundangebot des öffentlichen Verkehrs  2016 – 2019
  • Begleitender Bericht zur Vernehmlassungsvorlage (Grundlagenbericht)