Gigaliner – der VCS sagt Nein zu den 60 Tönner

Keine Einführung der 60 – Tönner

Gegenwärtig gelten für Lastwagen, die in Europa unterwegs sind, folgende Merkmale: maximales Gewicht 40 Tonnen, maximale Breite 2,55 Meter, maximale Höhe 4 Meter und maximale Länge18,75 Meter .

Diese Abmessungen entsprechen der EU-Richtlinie 96/53. In der Schweiz gelten diese Normen seit 2005. Einige wenige europäische Länder machen allerdings bereits heute Ausnahmen.

Kaum sind die 40-Tönner erlaubt, will die Lastwagenlobby noch riesigere Fahrzeuge zulassen - 60-Tönner. Die EU-Kommission hat sich in ihrem ersten Bericht im Juli 2008 positiv zur Einführung von 60-Tönnern geäussert.

Diese Durchfahrt ist keinesfalls akzeptierbar

60-Tönner eignen sich nicht für den kombinierten Verkehr. Der Wille des Schweizer Volkes, die Güter auf die Schiene zu verlagern, wird ein weiteres Mal unterwandert und die dabei entstehenden Defizite werden in unsere Bundeskasse wandern.

Schlecht für die Umwelt: 60 Tönner bergen eine Gefahr für unsere Umwelt und unsere Gesundheit. Ein Lastwagen produziert im Vergleich mit der Bahn bis zu dreimal mehr Schadstoffe (Feinstaub, CO2, NOx) und Lärm. Und dies bei der gleichen Menge Güter.

Gefährlich: Umso schwerer ein Fahrzeug ist, desto gravierender sind die Konsequenzen bei einem Unfall. Geschweige denn von einem Unfall im Tunnel.

Teuer: Eidgenossenschaft, Kantone und Steuerzahlerinnen tragen die Kosten. Die Infrastruktur für Strassen und Parkplätze müsste verbessert werden, um das enorme Gewicht der 60-Tönner überhaupt tragen zu können. Ebenso sind die Mehrkosten bei den Strassen in der Abnützung und im Unterhalt ein noch sehr unbekannter Faktor. Die Kosten dafür sind insgesamt unverhältnismässig.

Der VCS wehrt sich vehement gegen ihre Einführung - Stopp 60-Tönner

Die Durchfahrt von 60-Tönnern in der Schweiz ist für den VCS nicht akzeptierbar. Der VCS engagiert sich in einer Koalition mit 120 anderen Organisationen aus 20 Ländern gegen die Einführung der 60-Tönner.