Schwerverkehr – Alptransitbörse
Warum eine Alptransitbörse
Die Alpen sind ein wertvoller und ökologisch hoch sensibler Lebensraum. Die vielen LKWs bedrohen Sicherheit und Gesundheit der Bevölkerung sowie das ökologische Gleichgewicht. Die Alpen müssen vor den schädlichen Auswirkungen des Schwerverkehrs besser geschützt werden. Dafür gibt es eine marktwirtschaftliche Lösung: die Alpentransitbörse (ATB).
Alpentransitbörse: Limitierung, Zuteilung, Handel. Die Alpentransitbörse will die alpenquerenden LKW-Fahrten durch die Ausgabe von Transitrechten limitieren. Die ausgegebenen Transitrechte können auf dem Markt gehandelt werden. Wie bei anderen beschränkten Gütern bestimmt die Nachfrage den Preis.
Wie funktioniert die Alpentransitbörse?
1. Limitierung. Die LKW-Fahrten durch die Alpen werden durch einen politischen Entscheid auf ein ökologisch verträgliches Mass limitiert. Dieser Plafond kann schrittweise vom heutigen auf das angestrebte Niveau gesenkt werden. Alle LKWs mit einem zulässigen Gesamtgewicht von über 3.5 t brauchen für die Fahrt durch die Alpen ein Alpentransitrecht.
2. Zuteilung. Die Alpentransitrechte werden als Bonus gratis an die Transportunternehmen verteilt, die freiwillig die Schienen benutzen
(1 Transiteinheit für die Strasse gegen X Einheiten im Schienentransport), oder an die Meistbietenden versteigert.
3. Handel. Die Alpentransitrechte können von den Besitzern selber benutzt oder frei gehandelt werden. Ein Informationssystem liefert die Vergleichspreise für den Transport auf der Schiene.
Die Politik definiert die Leitplanken, der Markt regelt den Rest: Die politischen Behörden legen die Anzahl der erlaubten LKW-Fahrten durch die Alpen fest, wobei politische Vorgaben (Verlagerung) sowie Kriterien des Umweltschutzes, der Gesundheit und der Sicherheit berücksichtigt werden. Den Rest regelt der Markt. Der Preis wird durch die Nachfrage bestimmt.
Vorteile für Wirtschaft: Die Alpentransitbörse bringt für die Wirtschaft Vorteile. Spediteure können ihre Transporte langfristig planen. Durch die Begrenzung der Fahrten kann das Verkehrssystem nicht überlastet werden, die LKW-Staus verschwinden. Denn liegt kein Transitrecht vor, werden die Fahrten nicht angetreten. Für die Strassenbetreiber erübrigen sich die Kosten für die Einrichtung und den Betrieb von grossflächigen Warteräumen. Das System liefert klare Entscheidungsgrundlagen für die Verkehrsmittelwahl. Die Transporteure werden sich bemühen, Leerfahrten und unnötige Transporte zu vermeiden.
Mit dem System der Alpentransitbörse wird sich für die Transitrechte ein Preis ergeben, der die Gesamtkosten des Strassentransports den Kosten des konkurrierenden Bahnangebots annähert. Damit wird der jetzige Preisvorteil der Strasse ausgeglichen. Gleichzeitig sinken die Kosten für sinnlose Wartezeiten im Stau und die Unsicherheiten bezüglich Transportzeiten auf der Strasse werden reduziert.
