ZVV – total verkehrt
„Mit der S2 schneller am Flughafen“: So öder ähnlich tönen die Werbebotschaften aus der ZVV-Küche. Verschwiegen oder beschönigt dargestellt werden jedoch alle negativen Änderungen, welche die vom ZVV geplante Verschiebung der S2 mit sich bringt. Die Taktik dabei scheint klar. Man greift ein weitgehend unbedeutendes Abfallprodukt des neuen Konzepts heraus, hängt es an die grosse Glocke und hofft, die breite Öffentlichkeit lasse sich so hinters Licht führen. In der Zwischenzeit werden fleissig „Fakten“ geschaffen und die geprellten Bahnbenützer dürfen sich dann die Augen reiben, wenn bereits alles ge- und verplant ist.
PR statt Antworten. Bis heute hat der ZVV zu wichtigen Fragen geschwiegen oder die Fragesteller mit nichtssagenden Floskeln abgespeist. Was nützt es, wenn man theoretisch fünf Minuten schneller am Flughafen ist, der Zug aber am eigenen Bahnhof durchbraust? Und was sind diese fünf Minuten zum Flughafen Wert, wenn auf allen anderen Relationen die Verschlechterungen um ein Vielfaches höher ausfallen? Fünf Minuten schneller im Flughafen, aber 10 Minuten langsamer in Rapperswil, Wollerau, Einsiedeln oder Wetzikon, in Biel, Bern, Basel, Genf oder Lugano?
