Ausblick: Selbst Stundentakt der S2 gefährdet
Der Kanton Graubünden fordert munter, dass die SBB den Intercity Zürich – Sargans – Chur möglichst bald halbstündlich führen. Für die March heisst dies, dass selbst der Stundentakt der S2 gefährdet ist. Denn was mit dem missglückten ZVV-Konzept vorerst einmal pro Stunde zum Konflikt mit dem Intercity führt, wird bei halbstündlichem IC gleich alle Züge der S2 treffen. Konkret bedeutet dies, dass jene Marchstationen, denen vorerst jeder zweite Zug gestrichen wird, kurz darauf auch noch ganz geschlossen werden. Es wären dies die ersten Stationen der S-Bahn überhaupt, die völlig geschlossen würden – und dies in der am stärksten wachsenden Ecke der Agglomeration Zürich!
Das Konzept des ZVV für das linke Zürichseeufer ist ganz offensichtlich nicht zukunftstauglich. Es ist für die betroffene Region inakzeptabel und muss deshalb dringend überarbeitet werden. Ziel muss sein, für die S2 eine annähernd gleiche Fahrlage wie heute zu erreichen. Nur so lassen sich gute Anschlüsse vom Fernverkehr in Zürich und Thalwil, im Regionalverkehr in Wädenswil und Pfäffikon SZ beibehalten UND gleichzeitig einem halbstündlichen Intercity nach Chur freie Bahn verschaffen.
