ÖV Güteklasse - Beurteilung der ÖV-Erschliessungsqualität bei Uns!

Vorgehen / Methode

Zwei zu bestimmende Kriterien bilden die Grundlage für die Ermittlung der Qualität der ÖV- Erschliessung:

  • Bedienungsqualität der Haltestelle (Haltestellenkategorie)
  • Erreichbarkeit der Haltestelle (Fusswegdistanz)


a)
Ermittlung der Bedienungsqualität der Haltestelle (Haltestellenkategorie)

In einem ersten Schritt wird die Kategorie der einzelnen Haltestellen ermittelt. Diese ist einerseits von der Art des Verkehrsmittels (Bahn, Tram, Bus, etc.) und andererseits vom Kursintervall (Takt) abhängig. Als Kursintervall gilt der durchschnittliche Abstand zwischen den Ankünften bzw. Abfahrten (pro Linie jeweils in der Hauptlastrichtung) aller Verkehrsmittel einer Qualitätsgruppe zwischen 6.00 und 20.00 Uhr (Montag bis Freitag). Die Haltestellen werden in die Kategorien I bis V eingeteilt.


b)
 Ermittlung der ÖV-Güteklassen

Ausgehend von den Haltestellenkategorien I bis V kann das Gemeindegebiet – abhängig von der Erreichbarkeit für Fussgänger – in ÖV-Güteklassen eingeteilt werden (Klassen A bis D). Die aufgeführten Distanzen (Luftlinie) berücksichtigen mittlere Umwegfaktoren von 20 bis 30%.

Klasse A = sehr gut erschlossen / Klasse B = gut erschlossen
Klasse C = mässig erschlossen / Klasse D = schlecht erschlossen

c) Berechnungsmodell

Die Ermittlung der Güteklassen A bis D wird mittels Berechnungsmodell (ModelBuilder) automatisiert, damit Änderungen bei einem Fahrplanwechsel (Takt und Haltestellen) auf einfache Art aktualisiert werden können.

d) Beurteilung der nicht überbauten Bauzonen / Neueinzonungen

Der Übersichtsplan mit den Güteklassen A bis D wird anschliessend mit weiteren Geodaten wie z.B. der Volkszählung 1990, den nicht überbauten Bauzonen im Kanton und den beabsichtigten Neueinzonungen, gemäss Richtplan Leitbild 2007, überlagert.